No 71 Im virtuosen Zwiegespräch

Tue 18.06.2019  »  17:00 Uhr
Kongresshalle, Weißer Saal
Bach und Köthen

– J. S. Bach: Sonate E-Dur, BWV 1016 – J. S. Bach: Partita d-Moll, BWV 1004 – J. S. Bach: Sonate h-Moll, BWV 1014 – J. S. Bach: Toccata d-Moll, BWV 913 – J. S. Bach: Sonate G-Dur, BWV 1019

Isabelle Faust (Violine), Kristian Bezuidenhout (Cembalo − Artist in Residence)

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Kartenpreise: € 52,00 | 41,00
ermäßigt: € 47,00 | 36,00

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»Endlich Kapellmeister!« – Das konnte Johann Sebastian Bach mit einer gewissen Erleichterung ausrufen, als er Ende Dezember 1717 die Stelle als Hofkapellmeister in Köthen antrat. Hatte er zuvor in Arnstadt, Mühlhausen und Weimar zwar auch verantwortungsvolle musikalische Aufgaben erfüllt, so war ihm eine höfische Chefposition bislang verwehrt geblieben. In Köthen fand er ein wohlorganisiertes und leistungsfähiges Orchester vor, dessen Kern die ehemaligen Spitzenkräfte der aufgelösten Preußischen Hofkapelle bildeten. Doch nicht nur das musikalische Personal versprach traumhafte Ergebnisse. Auch der junge Fürst Leopold, obgleich ein selbstherrlicher und verschwenderischer Regent, war durch und durch musikbegeistert. Bach nutzte die idealen Rahmenbedingungen für herausragende Kompositionsprojekte: Er schrieb fantastische Instrumentalmusik, darunter die »Brandenburgischen Konzerte« und Violinkonzerte, die Sonaten für Violine und Cembalo sowie die diffizilen Solowerke für Violine, Violoncello und Flöte. Seinen Fürsten beglückte er mit originellen Geburtstagskantaten. Und er widmete sich ausführlich der Tastenmusik: er komponierte »Englische« und »Französische Suiten«, etliche Bravourstücke für Cembalo und den ersten Teil seines »Wohltemperierten Claviers«. Auch privat waren Bachs fünf Köthener Jahre sehr bewegt. Er lernte die Hofsängerin Anna Magdalena Wilcke kennen und heiratete sie nach dem Tod seiner ersten Frau Maria Barbara.

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