No 62 Bach meets Vivaldi

Mon 17.06.2019  »  20:00 Uhr
Thomaskirche
Bach und Weimar

– A. Vivaldi: Konzert D-Dur, RV 208 – J. S. Bach: Konzert C-Dur, BWV 594 – A. Vivaldi: Konzert a-Moll, op. 3 Nr. 8, RV 522 – J. S. Bach: Konzert a-Moll, BWV 593 – A. Vivaldi: Konzert d-Moll, op. 3 Nr. 11, RV 565 – J. S. Bach: Konzert d-Moll, BWV 596 – A. Vivaldi: Konzert h-Moll, op. 3 Nr. 10, RV 580

Jörg Halubek (Orgel), Chouchane Siranossian (Violine), Katharina Heutjer (Violine), La Cetra Barockorchester Basel, Leitung: Andrea Marcon

Konzerteinführung: 19.00 h, Zeitgeschichtliches Forum, Dr. Christiane Hausmann · Pre-concert talk in English: Dr. Andrew Talle

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Kartenpreise: € 87,00 | 67,00 | 47,00 | 21,00
ermäßigt: € 77,00 | 57,00 | 37,00 | 16,00

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Der Hof der Herzöge von Sachsen-Weimar war für Johann Sebastian Bach der Dreh- und Angelpunkt seiner ersten Berufsjahre: Schon als 18-Jähriger wirkte er hier 1703 für einige Monate als Geiger in der Hofkapelle und wurde fünf Jahre später zum Hoforganisten und Kammermusiker ernannt. Neben den gottesdienstlichen Verpflichtungen blieb Bach genug Zeit zum Komponieren. In Weimar entstanden die meisten seiner Orgelwerke, darunter die Choralvorspiele des »Orgelbüchleins« und viele freie, aus der Praxis der Improvisation hervorgegangene Stücke. Dank der großzügig ausgestatteten und immer aktuellen Notenbibliothek der Herzöge konnte Bach in Weimar aber auch die neuesten Entwicklungen in der europäischen Musik studieren. Er fertigte sich Bearbeitungen italienischer Instrumental-Concerti – etwa von Vivaldi oder Torelli – für Orgel bzw. Cembalo an und kopierte sich eifrig französische Orgelmusik. Zugleich bemühte er sich um enge Kontakte zu den Musikern der benachbarten Höfe etwa in Eisenach, Gotha, Weißenfels und Dresden – dabei begründete er Lebensfreundschaften mit Größen wie Telemann oder Pisendel. 1714 wurde Bach vom Weimarer Herzog zum Konzertmeister befördert. Mit diesem Posten, den er für drei Jahre bis zu seinem Wechsel nach Köthen innehatte, war die Verpflichtung zur Komposition von geistlichen Kantaten verbunden. Auch wenn ihm die erhoffte Kapellmeisterstelle in Weimar verwehrt blieb und Bach 1717 mit einer übereilten Kündigung sogar einen vierwöchigen Aufenthalt unter Arrest provozierte, waren seine Weimarer Jahre künstlerisch überaus ertragreich – und die Ergebnisse ausgesprochen vielfältig.

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