No 4 Musikalisches Opfer

Fri 14.06.2019  »  20:00 Uhr
Nikolaikirche
Bach und Berlin

– J. S. Bach: Musikalisches Opfer, BWV 1079 – J. S. Bach: Ouvertüre h-Moll, BWV 1067

Le Concert des Nations: Marc Hantaï (Traversflöte) • Manfredo Kraemer (Violine), David Plantier (Violine), Balázs Máté (Violoncello), Xavier Puertas (Violone), Pierre Hantaï (Cembalo), Leitung: Jordi Savall (Viola da gamba)

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Kartenpreise: € 87,00 | 67,00 | 47,00 | 21,00
ermäßigt: € 77,00 | 57,00 | 37,00 | 16,00

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Der 11. Mai 1747 war ein ganz besonderer Tag im Leben von Johann Sebastian Bach. Der 62-jährige Thomaskantor wurde im Potsdamer Stadtschloss von einem der mächtigsten europäischen Regenten, dem Preußischen König Friedrich II., empfangen. Der Leipziger Gast sollte auf dem Cembalo und dem modernen Hammerflügel musizieren. Schließlich griff Friedrich selbst zur Flöte, spielte ein Thema und forderte Bach auf, darüber eine zu Fuge improvisieren. Bach kam dieser Aufgabe zum großen Erstaunen der Anwesenden mit großer Kunstfertigkeit nach und fertigte nach seiner Rückkehr einen Zyklus mit verschiedenen Solo- und Ensemblestücken an, die allesamt auf dem »Königlichen Thema« basierten. Unter dem Titel »Musikalisches Opfer« widmete er die Veröffentlichung noch im selben Jahr dem preußischen König, an dessen Hof er seinen Sohn Carl Philipp Emanuel als Cembalist gut aufgehoben wusste. Bach hatte freilich schon sehr viel früher Verbindungen zum preußischen Hof gehabt. Als Köthener Kapellmeister reiste er mehrfach nach Berlin und widmete 1721 sechs anspruchsvolle Konzertkompositionen dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg, einem Onkel des »Soldatenkönigs«, der mit seiner kleinen Hofkapelle im Stadtschloss residierte. Heute werden diese Werke deshalb als »Brandenburgische Konzerte« bezeichnet. Auch die berührende Hochzeitskantate »O holder Tag, erwünschte Zeit« erklang in Berlin: anlässlich der Hochzeit seines Freundes, des Hofrates und Arztes Georg Ernst Stahl.

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