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© Jean-Baptiste Millot

Hantaï, Pierre

Pierre Hantaï wurde 1964 in eine Künstlerfamilie geboren; in seiner Kindheit wies ihm die Begegnung mit Bachs Musik seinen eigenen künstlerischen Weg. So hinterließen Gustav Leonhardts Aufnahmen am Cembalo einen tiefen Eindruck bei ihm. Er nahm Unterricht bei Arthur Haas sowie bei Gustav Leonhardt und wechselte so zwischen Selbststudium und der Anleitung durch große Meister. Schon in sehr jungen Jahren spielte er mit den herausragenden Persönlichkeiten der Alten Musik, den Kuijken-Brüdern, Philippe Herreweghe oder Jordi Savall. Zur gleichen Zeit gründete er mit seinen Brüdern sowie mit Freunden wie Hugo Reyne, Sébastien Marq, Marc Minkowski oder Philippe Pierlot mehrere Ensembles: das Lous Landes Consort oder Le Concert Français. Einem breiten Publikum wurde er 1993 mit seiner Einspielung von J. S. Bachs Goldberg-Variationen bekannt, die zahlreiche Auszeichnungen erhielt, darunter einen Gramophone Award, und die zu Einladungen aus aller Welt führte. Pierre Hantaï hat das elisabethanische Repertoire mit Werken von Bull, Byrd, Farnaby usw., Bach sowie Couperin gespielt und aufgenommen und arbeitet an einer Gesamteinspielung der Werke von Domenico Scarlatti, zu dessen wichtigsten Interpreten er zählt. Auf der Bühne arbeitet er gerne mit Hugo Reyne, Amandine Beyer, seinen Brüdern sowie mit Cembalistenkollegen zusammen. Pierre Hantaï wird als Solist, Kammermusiker und Leiter von Meisterkursen in zahlreiche Länder eingeladen und konzertiert weltweit. (Stand 2026)