Goebel, Reinhard
Reinhard Goebel
studierte Violine bei Saschko Gawriloff, einem ehemaligen Konzertmeister der Berliner Philharmoniker und Barock-Violine bei Marie Leonhardt, Franzjosef Maier und Eduard Melkuns, drei führenden Protagonisten der ersten Generation um 1970. 33 Jahren als Gründer von musica antiqua Köln von 1973 bis 2006, folgten gerade beendete 15 Jahre als Lehrer für Aufführungspraxis am Mozarteum in Salzburg. Das Hauptinteresse des »nur-noch-Dirigenten« Goebel gilt seit langem vor allem dem theoretischen Über- und Unterbau der Musik des 18. Jahrhunderts. Die Nebengleise zu erkunden, die oft genug die Hauptbahnstrecken der Musikgeschichte waren, hat Goebel stets ein intellektuelles Vergnügen ohne Grenzen bereitet. Wissen und seine Repertoire-Kenntnis lässt er ausschließlich modernen Ensembles zukommen: den Berliner Barocksolisten, dem Neuen Bachischen Collegium Musicum sowie den Rundfunk-Orchestern in Köln und München.
Reinhard Goebels Leistungen wurde mit vielen Preisen und Auszeichnungen bedacht, deren wichtigste (für ihn selbst) die ihm 2017 verliehene Bach-Medaille der Stadt Leipzig ist. (Stand 2026)