Bach lässt Bäume sprießen

Ein Wald für Bach

Musiker, Bach-Liebhaber und Touristen aus aller Welt machen Leipzig jährlich im Juni zum Treffpunkt der globalen Bach-Familie – 2020 unter dem Motto »BACH – We Are FAMILY« mehr als je zuvor. Um in Zeiten des Klimawandels den ökologischen Fußabdruck des Bachfestes zu reduzieren, unterstützt das Bach-Archiv die Anpflanzung eines Waldes am Rande eines ehemaligen Braunkohle-Tagebaus im Leipziger Süden. Dieser soll später einmal den Namen Johann Sebastian Bachs tragen.

Das Projekt

Am Westufer des Störmthaler Sees entsteht ein Wald auf einer Flächen von rund 29 Hektar, der Klimaschutz, Bodenschutz, Wasserschutz und die Aufwertung des Naherholungsgebietes zum Ziel hat. Insgesamt sind 126.000 Bäume und über 3.600 Sträucher vorgesehen. Der Wald bindet 290 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. In dem Jahren 2013 bis 2018 wurden bereits über 9 Hektar realisiert. Projektträger ist die gemeinnützige Stiftung »Wald für Sachsen«.

Die Kosten

Pro Setzling werden 3 Euro benötigt. Über unser Spenden-Tool können Sie beliebig viele Bäume finanzieren. Nach Abschluss des Bachfestes 2020 werden wir die gesammelten Mittel an den Projektträger weiterleiten, wo sie zu 100% für die Anpflanzung der Bäume eingesetzt werden.

Der Standort

Projekt_Sichtschutzwald_2020.jpg

Wenige Monate nach seinem Amtsantritt als Thomaskantor prüfte Johann Sebastian Bach in der Kirche des Dorfes Störmthal die neue Hildebrandt-Orgel – mit vortrefflichem Ergebnis. Am 2. November 1723 erklang schließlich zur Einweihung Johann Sebastian Bachs eigens hierfür komponierte Kantate »Höchsterwünschtes Freudenfest« BWV 194. Da die Orgel zu den wenigen weitgehend im Originalzustand erhaltenen Bach-Orgeln zählt, kommt dem Dorf Störmthal eine besondere Rolle unter den authentischen Bach-Orten zu. Auch das Bachfest ist hier regelmäßig im Rahmen der Konzertfahrten »Bach unterwegs« zu Gast.

Daneben zeichnet Störmthal heute auch die Nähe zum ehemaligen Braunkohle-Tagebau »Espenhain« aus: Während der 1980er Jahre stand sogar einmal die Devastierung des gesamten Dorfes im Raum. Heute ist an die Stelle des Tagebaus der Störmthaler See getreten, der Teil des »Leipziger Neuseenlandes« ist. Im Zusammenhang mit der Renaturierung und Rekultivierung der Bergbaufolgelandschaft ist die Schaffung neuer Waldgebiete für Mensch und Tier ein zentrales Anliegen.

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