No 68 »Große Passion«

Thu 16.06.2016  »  18:00 Uhr
Thomaskirche

– J. S. Bach: Matthäus-Passion, BWV 244

James Gilchrist (Tenor – Evangelist), Stephan Loges (Bass – Jesus), Hannah Morrison (Sopran), Eleanor Minney (Alt), Reginald Mobley (Altus), Andrew Tortise (Tenor), Gareth Treseder (Tenor), Alex Ashworth (Bass), Ashley Riches (Bass), Jonathan Sells (Bass), Thomaner-Nachwuchs-Chöre, Maria Leistner (Einstudierung), Grit Miamingui (Einstudierung), Monteverdi Choir, English Baroque Soloists, Leitung: Sir John Eliot Gardiner

Konzerteinführung: 19.00 h, Universität, Paulinum, Felix-Klein-Hörsaal, Dr. Andreas Glöckner (pre-concert talk in German)

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Kartenpreise: € 102,00 | 77,00 | 52,00 | 21,00
ermäßigt: € 87,00 | 62,00 | 37,00 | 16,00

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Bachs Matthäus-Passion dokumentiert in besonderer Weise den seit 1670 allmählich einsetzenden Wandel im Passionsverständnis. Offenbart sich dieser doch vor allem darin, dass althergebrachte Gestaltungsmittel neuen Ausdrucksformen der individualistischen Frömmigkeit weichen, um den religiösen Empfindungen des Betrachters in viel stärkerem Maße als zuvor Raum zu geben. Wir wissen nicht, wie vielen unter den Leipziger Musikkennern die Einzigartigkeit des gigantischen Werkes bewusst war. Sicherlich aber bezeugt Bachs 1736 verfertigte Schönschriftpartitur, dass seine »große Passion« der Nachwelt, der Generation seiner Söhne und Schüler, als musikalisches Vermächtniswerk dienen sollte. Mendelssohn, der die Passion unter seinem Lehrer Carl Friedrich Zelter seit 1820 mit einstudiert hatte, brachte sie 1829 erstmalig in aller Öffentlichkeit zur Aufführung.

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