No 147 Wohltemperiertes Klavier 5

Sat 16.06.2018  »  20:00 Uhr
Bundesverwaltungsgericht

J. S. Bach: Präludien und Fugen, BWV 846–857, aus dem Wohltemperierten Klavier, Teil I · G. Böhm: Präludium, Fuge und Postludium in g · J. C. F. Fischer: Präludien und Fugen, aus: Ariadne musica

Andreas Staier (Cembalo)

Im Bundesverwaltungsgericht müssen größere Taschen und Rucksäcke an der Garderobe abgegeben werden.

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Kartenpreis: € 44,00
ermäßigt: € 38,00

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Die Präludien und Fugen des »Wohltemperierten Klaviers« von Johann Sebastian Bach haben im Laufe der Zeit manch außergewöhnliche Bezeichnung erhalten: Robert Schumann nannte sie »Werk aller Werke«, der Musikhistoriograf Friedrich Rellstab »das Erste und Bleibendste, was die deutsche Nation als Musikkunstwerk aufzuzeigen hat«, und Hans von Bülow ließ sich sogar zu dem emphatischen Vergleich »Altes Testament des Klavierspielers« hinreißen. Auch wenn diese Titulierungen sicher im romantischen Überschwang geäußert wurden, treffen sie doch im Kern eine korrekte Aussage: Bachs »Wohltemperiertes Klavier« ist eine in jeglicher Beziehung herausragende Werksammlung, die Generationen von Klavierspielern prägte. In zwei Zyklen werden jeweils alle Dur- und Moll-Tonarten des Quintenzirkels mit einem Präludium sowie einer Fuge bedacht, dabei präsentiert Bach ein faszinierendes Kaleidoskop von Stilen und Formen. Das »Wohltemperierte Klavier« zählt zu den relativ wenigen Werken Bachs, die bereits zu Lebzeiten des Komponisten sowie in den Jahrzehnten unmittelbar nach seinem Tod eine umfangreiche Rezeption erfahren haben. Zahlreiche Abschriften sowie Teilabdrucke der Zyklen kursierten an wichtigen Musikzentren im deutschsprachigen Raum. Bedeutende Komponisten der vergangenen drei Jahrhunderte ließen sich ihrerseits von Bachs Sammlung zu neuen Werken inspirieren, darunter Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy, Frédéric Chopin und Dmitri Schostakowitsch.

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